manzenreiter

Mühlviertler Lebensader

Das im Rahmen der Landesausstellung ALTE SPUREN, NEUE WEGE von Felix Manzenreiter geschriebene Buch zeigt als Beispiel auch für andere nicht privilegierte Handelsorte im Durchzugsland Mühlviertel das schwere Schicksal auf, das Leonfelden nach dem Verlust
der Handelsrechte im Jahre 1277 und der Fernstraßenrechte einige Jahrzehnte
später bis zum Ende des Mittelalters zu ertragen hatten.

 


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Damals hatte ein übermächtiger Herrscher aus machtpolitischen Gründen durch ein entsprechendes Privilegium das Recht zum alleinigen Handel mit allen Waren von Linz nach Böhmen an die Vollbürger von Freistadt vergeben. Vorher verfügten auch in anderen Orten nördlich der Donau freie Handelsbürger über die Handelsrechte. Sie waren nun aus Existenzgründen gezwungen, mangels anderer Verdienstmöglichkeiten in diesem Bauernland ihre Handelstätigkeit verbotenerweise auf Schliefwegen fortzusetzen und hohe Strafen bzw. Beschlagnahmungen ihrer Waren zu riskieren. Im Buch wird auch beschrieben, wie viele tausend Bewohner des Mühlviertels in den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert und im Bauernkrieg im Jahre 1626 ihr Leben verloren. Darüber hinaus will dieses Buch die Gründungszeit der Stadt Bad Leonfelden durch entsprechende Begründungen richtig stellen. Unrichtigerweise nennt man heute noch Gründungszeiten der Stadt im 12. Jahrhundert, die sich auf zwei angeblich aus diesem Jahrhundert stammende Urkunden stützen, die längst als gefälscht nachgewiesen sind.